| Was heisst überhaupt Direktsaat? |
| Das Saatgut wird in den unbearbeiteten Boden abgelegt. Es werden weniger als 50% der Bodenoberfläche bewegt. Für die Direktsaat sind speziell gebaute Sämaschinen erforderlich. Es sind verschiedene z.T. sehr hoch entwickelte Geräte auf dem Markt. MIGAMO verwendet ausschliesslich Technik aus Brasilien. Der Hersteller SEMEATO baut seit 30 Jahren Direktsaatmaschinen. Auf dem Bild sind die typischen Doppelscheibenscharen mit den nebenstehenden Tiefenführungsrollen zu sehen.
Dank der kompakten Bauweise ist die SEMEATO die einzige Maschine, welche im Schichtlinienbetrieb bis über 45% Hangneigung eingesetzt werden kann.
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Boden und Direktsaat
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| Ein direkt gesätes Samenkorn landet in einer Umgebung, die von der Natur geschaffen wurde. Eine Vielzahl von Bodenlebewesen sind ebenso vorhanden, wie jede Menge pflanzliches Wurzel- und Blattmaterial. Die Natur strukturiert ihre Böden so, dass das Wachstum der Pflanzen ideale Voraussetzungen hat. Der Wasser- und Nährstoffhaushalt sind optimal abgestimmt. |
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Landwirt und Direktsaat
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Für den Landwirt ist die Direktsaat teilweise eine ziemliche Nervensache. Weil direkt gesäte Kulturen länger brauchen um sich zu etablieren, braucht es oft mehr Geduld mit den Pflanzen als gewohnt.
Wegen der fehlenden mineralisierung von Nährstoffen die durch einen Bodenbearbeitung erfolgen würde sehen die Kulturen zuerst im alten Pflanzenmaterial oft etwas kümmerlich aus. Im Frühjahr beginnt das Wachstum der Direktsaaten ebenfalls verzögert. Dies weil sich unbearbeiteter Boden nur langsam erwärmt. Sie holen im Laufe der Vegetationsperiode den Rückstand jedoch wieder auf und tragen das gleiche Ertragspotenzial in sich wie konventionelle Saaten. Die Konsequenzen daraus sind ein früherer Saatzeitpunkt im Herbst und ein etwas späterer Saatzeitpunkt im Frühling.
Speziell zu beachten ist die frühe Düngung von Direktsaaten.
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